Vom Scheitern Lernen

Und plötzlich wie gelähmt – Die Angst vorm Scheitern

… es war ein kalter Wintertag. Das Jahr hat gerade erst begonnen. Normalerweise würde man sich an seinen frisch gesetzten Vorsätzen orientieren und voller Energie und Euphorie diesen nachgehen. Das hätte ich normalerweise getan. Nur in diesem besagten Jahr nicht. Alles war plötzlich anders. Die Prioritäten haben sich verschoben und der Fokus ist verloren gegangen. Und so schlenderte ich in Gedanken versunken durch den kühlen Wintermorgen, und gleich musste ich mich wieder auf den Weg zu meinem Job als Angestellter machen. Eigentlich wollte ich ab Januar nicht mehr nur nebenberuflich Selbständig sein, sondern in die volle Selbständigkeit starten. Wollte…

Pläne vs. Realität

Was war geschehen? Blicken wir ein knappes Jahr weiter zurück – ins Jahr 2013. Ich bin nun schon 2 Jahre ausgelernt und im Marketing eines Unternehmen als kaufm. Sachbearbeiter beschäftigt. Das Online-Marketing ist für mich eine Leidenschaft geworden – ich möchte es noch mehr und aktiver umsetzen. Also plante ich mein nebenberufliche Selbständigkeit zu einer vollen Selbständigkeit auszubauen und meinen Job als Angestellter zu verlassen. Ich habe mich viel informiert über die Möglichkeiten, einige Gespräche geführt und mir Pläne gemacht.

Fest stand, meine Selbständigkeit soll auf mindestens 2 Säulen stehen. Meine Tätigkeit als Freelancer für Online-Marketing und ein Business – am liebsten ein eigener Online-Shop. Und so machte ich mich auf die Suche. Irgendwann war klar, ich werde etwas bestehendes übernehmen. Sprich ich werde Geld investieren in eine bestehende Firma und diese dann weiterführen.

Gesagt, getan… Ein halbes Jahr Planung und Vorbereitung. Gespräche mit der Bank, Verhandlungen mit dem bisherigen Inhaber. Dann die Übernahme. WOW! Was für ein Meilenstein für mich und meinen Lebensweg. Was ich alles im letzten Jahr gelernt habe. Schnell stand fest, ich muss meinen Job als Angestellter reduzieren und die freie Zeit in das eigene Geschäft stecken. Ab August war ich dann Teilzeit-Beschäftigter und Sidepreneur. Yeah – genau das wollte ich für den ersten Schritt! 🙂

Der falsche Weg?

Die Wochen und Monate vergingen, und die Missgeschicke und Fehler häuften sich. Nicht alles war Gold, was zuvor glänzte. Bei der Übernahme gab es Schwierigkeiten, weil ich nicht alle Schriften etc. hatte. Zum Teil konnte so nicht alles ordentlich übernommen werden vom Vorgänger etc. Ich konnte die Umsatzziele nicht erreichen. Meine laufende Kosten waren zu hoch. Und die Rücklagen zu knapp… Ein harter Kampf im Parttime-Business. Auch privat gab es große Veränderungen und dann, dann war es soweit…. Ich musste feststellen, das ich gescheitert bin. Zu viele Turbulenzen auf Einmal. Den Winter mit Müh und Not überstanden. Harte Gespräche geführt und dann die Klarheit. Ab Frühjahr werde ich diesen Shop schließen und das Geschäft aufgeben müssen…

In dieser Zeit kam mir unweigerlich immer wieder ein Spruch in den Sinn.

Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt der Herr. (Bibel – Sprüche 16, 9)

Ja, wie oft nimmt man sich kleine, wie große Dinge im Leben vor. Und plant und macht und plötzlich kommt alles doch ganz anders. Letztlich bin ich selbst dafür verantwortlich – klar. Ich ging und gehe Wagnisse ein – und kann doch nie wissen ob alles gelingt, wie ich mir das vorstelle.

Die Angst vorm Scheitern

Ja, in dieser zuvor beschriebenen Zeit hat diese Emotion mich und mein Handeln dominiert.

Angst vorm Scheitern

Was ist, wenn…? Wie geht es weiter, wenn…? Was denken die andern von mir? Was soll ich dann nur machen? Wie kann ich das erklären? Warum?

Da waren Sie die vielen Fragen, die meine Angst vorm Scheitern zusätzlich unterstützt haben. Wer kennt das nicht?

Heute gut zwei Jahre später weiß ich, die Ängste zu scheitern sind oft viel schlimmer bzw. größer, als das Scheitern selbst. Natürlich, hat dieser Lebensabschnitt Folgen für mich gehabt, aber ich weiß heute, was ich damals falsch gemacht habe. Ich habe etwas versucht. Nur so konnte ich diese sehr lehrreiche aber wertvolle Erfahrungen machen. Diese Erfahrungen prägen mich bis heute. Jetzt bin ich in vielem gelassener und weiß meine Herausforderungen besser einzuschätzen und weiß auch, dass ich Vieles meistern kann.

Wäre ich diesen Schritt also nicht gegangen, hätte es eine Menge Learnings für mein Leben – bis Heute nicht gegeben.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Ich habe in meinem jungen Leben die Erfahrung gemacht, dass man am besten und meisten lernt, wenn man etwas tut. Das Learning by Doing!
So geht es vom Kleinkind-Alter an, bis ins hohe Alter. Es ist ein lebenslanges Lernen. Und geht am Besten wenn wir es tun. Nicht nur reden sondern handeln.

Wir alle machen Fehler

Wer also meint, es sei besser all diesen Ängsten und Sorgen aus dem Weg zu gehen, der irrt. Denn nur durch das Eingehen von Wagnissen, können wir immer weiter wachsen.

Lerne deinen Ängsten und Zweifeln zu begegnen. Werde dir Bewusst, was geschehen kann – und halte fest, was dann dein Plan B ist. Gib den Zweifeln und Ängsten nicht die Macht dein Leben zu bestimmen!

Und für alle die meinen, dass es dann besser wäre alles beim Alten zu belassen und kein Risiko einzugehen -ich glaube du liegst falsch! Alles, auch die Niederlagen sind Erfahrungen in unserem Leben, die uns wachsen lassen. Ich bin heute sehr dankbar, dass ich durch das Scheitern vieles lernen konnte. Und ich bin mir scher, ich werde auf diese Learnings noch öfter zurückgreifen dürfen.

Daher nun noch folgende 5 Tipps, wie auch du mit der Angst vorm Scheitern umgehen kannst.

5 Tipps mit der Angst vorm Scheitern umzugehen

  1. Sehe es endlich ein, niemand von uns ist perfekt! Wir machen alle (fast täglich) große oder kleine Fehler. Und das ist voll in Ordnung!
  2. Lass dein Leben nicht von deinen Ängsten bestimmen, sondern setze dich mit ihnen auseinander.
  3. Ängste wirken auf den ersten Blick riesig, aber hast du mal den Mut gefasst diesen zu begegnen, wirst du feststellen das sie gar nicht so groß sind. Werde dir Bewusst, was der „schlimmste anzunehmende Fall“ sein könnte, wenn du scheiterst. Und du wirst sehen, auch hierfür gibt es Lösungen.
  4. Lerne aus den Fehlern der Vergangenheit. Sei ehrlich zu dir, schaue in dein Leben und reflektiere. Warum sind Dinge schief gelaufen, was war die Ursache dafür etc. Werde dir bewusst, was du aus diesen wertvollen Lebensabschnitten lernen kannst.
  5. Bleib am Ball und gib nicht auf! Es lohnt sich. Auch wenn uns manchmal große Niederlagen den Boden unter den Füßen wegreißen. Bleib dran, Beiss dich durch und stehe wieder auf… Und du wirst sehen, du wirst wahnsinnig gute Erfahrungen für dein Leben machen!

Dieser Artikel ist im Rahmen des BlogMomentum 2016 von Markus Cerenak entstanden. BlogMomentum Pro 2016Und ich bin dankbar dafür. 🙂
Die Aufgabe war, bestehende Artikel zu durchforsten und zu überprüfen, welche davon besonders gut auf Facebook etc. funktionieren.

Bei mir und sicherlich bei vielen anderen Bloggern auch, sind es die ehrlich Artikel, welche auch tatsächliche Einblicke ins Leben des Bloggers geben. Und deshalb, habe ich diesen bereits länger geplanten Artikel nun veröffentlicht. Und es werden weitere folgen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Parttime-Business!

Lothar

 

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